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Bauzinsen

Bauzinsen wann sinken sie wieder?

In diesem Jahr haben sich die Bauzinsen in einem atemberaubenden Tempo von weniger als einem Prozent bis auf über vier Prozent erhöht. Doch nun zeigt sich eine überraschende Trendwende, denn laut aktuellen Daten sind bei einzelnen Banken wieder Zinssätze unterhalb der Drei-Prozent-Marke möglich. Das bedeutet, dass Immobilienkäufer, die eine Baufinanzierung in Höhe von 300.000 Euro abschließen, derzeit für einen Zins von 2,98 Prozent finanzieren können.

Für viele Interessenten ist diese Entwicklung ein Lichtblick, denn die Höhe der Bauzinsen hat einen großen Einfluss darauf, wie teuer die Finanzierung in den kommenden Jahren sein wird. Selbst geringe Prozentunterschiede können in diesem Zusammenhang eine große Wirkung haben.

Tipp: Die aktuell günstigsten Baufinanzierer finden Leser hier: Baufinanzierung Vergleich.

Trendwende bei den Bauzinsen?

Die Bauzinsen sind in den letzten Monaten stark gestiegen, doch auch Michael Neumann, Vorstandschef des Immobilienfinanzierers Dr. Klein sieht Anzeichen für eine Trendwende. Laut Neumann gibt es momentan eine temporäre Abwärtsbewegung bei den Bauzinsen. Dies ist auf den Rückgang der Renditen für zehnjährige Bundesanleihen zurückzuführen, die seit ihrem Höchststand um 60 Basispunkte gefallen sind.

Die Bauzinsen orientieren sich traditionell an der Entwicklung der Bundesanleihen, weshalb dieser Rückgang auch Auswirkungen auf die Bauzinsen hat. Neumann warnt jedoch davor, dass das Zins auf und ab für Kreditnehmer noch nicht vorbei ist, da jede Meldung zur Entwicklung der Inflation, zu Wirtschaftsdaten und zur Strategie der Zentralbanken deutliche Zinsbewegungen auslösen kann.

Er prognostiziert, dass die Bauzinsen im ersten Halbjahr 2023 weiter ansteigen werden, da sich die Inflation in den kommenden Monaten auf hohem Niveau verfestigen wird und der EZB keinen Anlass geben wird, Entspannungssignale zu senden.

Mirjam Mohr, Vorständin für das Privatkundengeschäft bei Interhyp, rät Interessenten, die aktuellen Schwankungen auszunutzen und einen Bauzins-Vergleich durchzuführen, da Kreditinstitute Änderungen des Marktzinses unterschiedlich schnell einpreisen. Sie erwartet in den kommenden Wochen gleichbleibende bis schwankende Zinsen zwischen vier und 4,5 Prozent.

Vergleichen lohnt sich

Es ist wichtig, dass Kreditnehmer den Markt genau beobachten, da die Bauzins-Angebote der Banken erhebliche Unterschiede aufweisen. So bietet z. B die Stadtsparkasse München derzeit einen Sollzins von 2,98 Prozent an, während die Volksbank Raiffeisenbank Fürstenfeldbruck einen deutlich höheren Zins von 5,17 Prozent verlangt.

Um monatliche Mehrkosten von Hunderten Euro zu vermeiden, empfiehlt es sich daher, die Angebote verschiedener Banken genauestens zu vergleichen und sich für das günstigste Angebot zu entscheiden.

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Aufwärtstrend der Bauzinsen führt zu erhöhtem Beratungsbedarf bei Kreditnehmern

Dr. Klein beobachtet, dass der derzeitige Zinsschock bei Baufinanzierungen zu einem erhöhten Beratungsbedarf bei Kreditnehmern führt. Zudem nehmen laut dem Immobilienfinanzierer Kunden im Schnitt deutlich weniger Geld von den Banken auf. Im Durchschnitt leihen sich Kreditnehmer derzeit 235.000 Euro von der Bank für ihren Immobilienwunsch. Das sind zehn Prozent weniger als im Juni und 21 Prozent weniger im Vergleich zum Gesamtjahr 2021.

Neumann mahnt jedoch, dass es nicht nur darum geht, ob man sich die teuren Immobilien leisten kann, sondern ob man das auch möchte, da Unsicherheiten in Bezug auf die zu erwartenden Nebenkosten und die weitere Preisentwicklung am Markt bestehen.

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Häufige Fragen zur Baufinanzierung

Werden die Bauzinsen 2023 wieder sinken?

Es ist derzeit unwahrscheinlich, dass die Bauzinsen in den kommenden Monaten sinken werden. Laut Prognosen von Experten wird sich die Inflation auf hohem Niveau verfestigen und es sind somit keine Entspannungssignale von der Europäischen Zentralbank (EZB) zu erwarten. Dies könnte dazu führen, dass die Bauzinsen im ersten Halbjahr 2023 weiter ansteigen.

Wann brechen die Immobilienpreise ein?

s ist schwer vorauszusagen, wann es zu einem Einbruch der Immobilienpreise kommen könnte. Eine Studie des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) warnt jedoch vor Preiseinbrüchen von bis zu zehn Prozent bei Eigentumswohnungen und Eigenheimen.

Werden die Immobilienpreise fallen wenn die Zinsen steigen?

Es ist möglich, dass die Immobilienpreise fallen werden, wenn die Zinsen steigen. Die DZ Bank hat in einer Untersuchung ermittelt, dass die Kaufpreise für Wohnimmobilien im kommenden Jahr um bis zu sechs Prozent zurückgehen könnten. Dies könnte vor allem bei Mehrfamilienhäusern der Fall sein, während bei Wohneigentum der Rückgang etwas geringer ausfallen könnte.

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