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Tagesgeld oder Festgeld

Tagesgeld oder Festgeld?

Wenn es darum geht, zu entscheiden, ob Tagesgeld oder Festgeld die bessere Geldanlage ist, lohnt es sich, die Unterschiede zwischen diesen beiden Produkten zu verstehen. Beide bieten sichere Möglichkeiten, Geld anzulegen, und ihre Zinssätze hängen vom Leitzins der Europäischen Zentralbank (EZB) ab. Im Folgenden werden wir die Unterschiede zwischen Tagesgeld und Festgeld näher beleuchten, um dir bei der Entscheidung für die richtige Geldanlageform zu helfen.

Tagesgeld bietet Hohe Flexibilität

Im Gegensatz zu Festgeld, bei dem du dein Geld über einen festen Zeitraum anlegst und währenddessen nicht darüber verfügen kannst, bietet Tagesgeld dir viel mehr Flexibilität. Mit Tagesgeld kannst du jederzeit über dein Geld verfügen, indem du es von deinem Tagesgeldkonto auf dein Referenzkonto überweist. Du musst also nicht lange überlegen, wie lange du auf dein Geld verzichten kannst, sondern hast immer die Möglichkeit, es jederzeit abzurufen.

Zinsen ab dem ersten Euro

Ein weiterer der großen Vorteile von Tagesgeld ist, dass du bereits ab einem Euro Anlagebetrag ein Tagesgeldkonto eröffnen kannst. Das bedeutet, dass auch geringe Summen verzinst angelegt werden können und du von Anfang an vom Zinsertrag profitierst. Das ist beim Festgeldkonto oft anders, da die Mindestanlagesumme oft bei 2.500 Euro und mehr liegt. Das heißt, du musst vor der Kontoeröffnung bereits über diesen Betrag verfügen. Wenn du also nicht über eine größere Summe verfügst, könnte Tagesgeld für dich eine gute Option sein.

Festgeld mit deutlich höheren Zinsen

Ein wichtiger Vorteil von Festgeld ist, dass es in der Regel höhere Zinsen bietet als Tagesgeld. Das liegt daran, dass die Banken mit Festgeld länger arbeiten können und deshalb höhere Zinssätze anbieten. Je länger die Laufzeit von Festgeld ist, desto höher sind in der Regel auch die Zinsen. Allerdings ist es wichtig zu beachten, dass es auch Festgeld mit kurzer Laufzeit gibt, das kaum mehr Zinsen bringt als eine Anlage auf einem Tagesgeldkonto. Deshalb empfehlen wir, vor der Kontoeröffnung die aktuellen Konditionen beider Anlageformen genau miteinander zu vergleichen, um die für dich beste Option zu finden.

Tagesgeld

Aktuell besten Tagesgeldangebote

Tagesgeld

Aktuelle Tagesgeldkonten mit den höchsten Zinsen

InfoBarclaysINGConsorsbank
Zinsen pro Jahr
1,50 %2 %2,1 %
Kontogebühren
0 Euro0 Euro0 Euro
Gesetzliche Einlagensicherung
100.000 Euro100.000 Euro100.000 Euro
Freiwillige Einlagensicherung
JaJaJa
Land / Rating
Deutschland/ AAA 🇩🇪Deutschland/ AAA 🇩🇪Deutschland/ AAA 🇩🇪
Zins­gutschrift
JährlichJährlichQuartalsweise
Zinsertrag im Jahr
(Anlage: 100.000 €)
1.500 Euro433 Euro
(4 Monate 2 % und
8 Monate 0,03 % bei max. 50.000 € Einlage)
975 Euro
MindesteinlageKeineKeineKeine
Maximale Einlage250.000 Euro50.000 Euro1.000.000 Euro
Webseitebarclays.deing.deconsorsbank.de
Vergleich der besten Tagesgeldkonten 2023
Tagesgeld oder Festgeld

ETFs als Alternative zu Tages- und Festgeld?

Zunächst einmal ist es wichtig zu beachten, dass Tagesgeld und Festgeld als Anlageformen in erster Linie dazu dienen, Geld sicher anzulegen und nicht unbedingt auf hohe Renditen ausgelegt sind. Diese Anlageformen eignen sich daher vor allem für Anleger, die auf der Suche nach einer sicheren Geldanlage sind und kein hohes Risiko eingehen möchten.

Im Vergleich dazu bieten ETFs (Exchange Traded Funds) die Möglichkeit, in eine Vielzahl von Vermögenswerten wie Aktien, Anleihen oder Rohstoffe zu investieren und damit potenziell höhere Renditen zu erzielen. Allerdings ist auch das Risiko von Verlusten bei ETFs deutlich höher als bei Tagesgeld oder Festgeld. Daher sind ETFs eher für Anleger geeignet, die ein höheres Risiko eingehen und bereit sind, eventuelle Verluste in Kauf zu nehmen, um möglicherweise höhere Renditen zu erzielen.

In den letzten 15 Jahren hat ein ETF, der den MSCI World abbildet, in der Regel eine deutlich bessere Performance erzielt, als Tages- oder Festgeldangebot. Anleger, die in den MSCI World ETF investiert haben, hätten im Schnitt eine jährliche Rendite von 7,7% erzielt.

Das bedeutet, dass eine Investition von 10.000 Euro sich im Schnitt verdreifacht hätte. Es ist jedoch wichtig zu beachten, dass die Rendite im Laufe der Zeit schwanken kann und es keine Garantie für zukünftige Ergebnisse gibt. Im ungünstigsten Fall hätten Anleger immer noch eine Rendite von 1,3% pro Jahr erzielt, während im besten Fall Renditen von knapp 14% pro Jahr möglich gewesen wären.

Tagesgeld oder Festgeld

Häufige Fragen zu Tagesgeld & Festgeld

Was ist der Unterschied zwischen Festgeld und Tagesgeld?

Beim Festgeld handelt es sich um eine Geldanlage mit festem Zinssatz und festgelegter Laufzeit. Du legst das Geld für einen bestimmten Zeitraum fest an, z.B. für ein Jahr oder fünf Jahre. Während der Laufzeit ist das Geld nicht verfügbar und kann nicht abgehoben werden. Der Vorteil von Festgeld ist, dass du im Vorfeld den Zinssatz kennst, der während der Laufzeit festgeschrieben bleibt. Dies kann in Zeiten von steigenden Zinsen von Vorteil sein. Allerdings kann es auch Nachteile haben, wenn sich die Zinsen während der Laufzeit erhöhen und du dadurch eine geringere Rendite erzielst.

Tagesgeld hingegen ist eine Geldanlage ohne feste Laufzeit. Du kannst das Geld jederzeit abheben oder einzahlen. Der Zinssatz ist flexibel und kann sich täglich ändern. Der Vorteil von Tagesgeld ist, dass es jederzeit verfügbar ist und keine feste Laufzeit hat. Allerdings kann der Zinssatz auch geringer sein als bei Festgeld.

Ist Festgeld sinnvoll?

Festgeld kann unter bestimmten Umständen eine sinnvolle Geldanlage sein kann. Wenn Du für eine bestimmte Zeit nicht auf die Verfügbarkeit Deines Geldes angewiesen bist und von höheren Zinsen profitieren möchtest, könnte Festgeld eine gute Option für Dich sein. Du hast auch die Möglichkeit, festzulegen, wie lange das Geld angelegt werden soll, was für manche Anleger:innen eine gewisse Sicherheit bieten kann. Allerdings gibt es auch Nachteile, wie zum Beispiel die Unverfügbarkeit des Geldes während der Laufzeit und die Möglichkeit, dass sich die Zinsen während der Laufzeit erhöhen, was zu einer geringeren Rendite führen könnte.

Für wen lohnt sich ein Tagesgeldkonto?

Ein Tagesgeldkonto könnte für Dich lohnenswert sein, wenn Du: Die Flexibilität bei Deiner Geldanlage schätzt und jederzeit auf Dein Geld zugreifen möchtest, Keine feste Laufzeit für Deine Geldanlage festlegen möchtest, Keine hohen Anforderungen an die Höhe der Zinsen hast und auf eine schnelle Verfügbarkeit Deines Geldes Wert legst. Es ist wichtig zu beachten, dass Tagesgeldkonten in der Regel niedrigere Zinsen als Festgeldkonten haben und der Zinssatz täglich schwanken kann.

Welche Nachteile hat ein Festgeldkonto?

Ein Festgeldkonto hat einige Nachteile, die Du berücksichtigen solltest, bevor Du Dich für diese Geldanlage entscheidest. Dazu gehören:
Du bist während der Laufzeit an das Festgeldkonto gebunden und kannst das Geld nicht abheben. Der Zinssatz bleibt während der Laufzeit festgeschrieben und kann sich erhöhen, wodurch Du eine geringere Rendite erzielen könntest- Du kannst keine täglichen oder wöchentlichen Zinsen auf Dein Festgeldkonto erhalten, sondern nur eine Zinszahlung am Ende der Laufzeit

Welche Nachteile hat ein Tagesgeldkonto?

Ein Tagesgeldkonto hat ebenfalls einige Nachteile, die Du berücksichtigen solltest: Der Zinssatz ist täglich schwankend und kann sich ändern, wodurch Du möglicherweise keine konstante Rendite erzielst. Der Zinssatz ist in der Regel niedriger als bei Festgeldkonten. Du kannst das Geld jederzeit abheben, was bedeutet, dass Du möglicherweise keine hohen Zinsen auf Dein Tagesgeldkonto erhältst.

Was ist besser als Tagesgeldkonto?

Eine Alternative zu Tagesgeldkonten sind ETFs (Exchange Traded Funds). ETFs sind börsengehandelte Fonds, die einen breit gestreuten Korb von Aktien, Anleihen oder anderen Vermögenswerten abbilden. Sie bieten in der Regel eine günstigere Alternative zu aktiv gemanagten Fonds und können eine gute Option für langfristige Anleger:innen sein. Allerdings gibt es auch bei ETFs Risiken, wie zum Beispiel Marktrisiken, die Du berücksichtigen solltest.

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